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Casa Eva, unser neues Zuhause

Es ist etwas mehr als 10 Jahre her, dass wir anfingen, Gin Eva in einer Garage in Llucmajor zu destillieren. Unsere Produktion ist seither stetig gewachsen. Zum Schluss war unsere kleine Halle so voll mit palettiertem Gin, Leergut, Korken und Tanks, dass wir uns vorkamen wie in einem lebensgroßen Tetris Spiel. Ich muss jetzt noch schmunzeln, wenn ich mich an das Gesicht von Llorenç, unserem Mann für alles, erinnere, wie ich ihm beiläufig mitteilte, dass nächste Woche ein LKW mit 20 Paletten Flaschen kommt. Keine Ahnung, wie wir das immer gemacht haben.

Die Zeit war reif für etwas Neues, Größeres. Schon letzten Sommer sind Ulrich, unser Partner und ich die Insel abgefahren und haben uns unzählige Grundstücke, Hallen, alte Fabriken und sogar Herrenhäuser angeschaut. Es war nie das Richtige dabei und wenn wir dachten, dass wir etwas Interessantes an der Angel hatten, hat unser Ingenieur immer noch ein Ausschlusskriterium gefunden. Wie zum Beispiel: marode Struktur, Holzwurm im Gebälk oder unmöglich, dass wir unser Vorhaben an diesem Standort genehmigt bekommen.

Das ständige Wechselbad aus guten Aussichten und Ernüchterung war ermüdend und als wir schon nicht mehr daran glaubten, wurde uns kurz vor Weihnachten letztes Jahr eine große Halle mit Verkaufsraum in "más o menos" ordentlichem Zustand angeboten. Eigentlich genau das, was wir gesucht hatten und noch dazu nur wenige hundert Meter von unserer alten Garage entfernt. Als auch Biel, unser kritischer Ingenieur, der bis jetzt immer unsere Hoffnungen gedämpft hatte, grünes Licht gab, ging es ganz schnell.

Im Januar war schon die Planung der neuen Brennerei fertig und der Bauantrag lag beim Amt. Alleine das Leerräumen der Halle und das Abreißen der alten Wände und Strukturen dauerte sechs Wochen. Unser Ziel war es noch vor der Sommersaison, die neue Brennerei umgebaut zu haben. Alle Handwerker, die wir von Biel empfohlen bekommen haben, waren durch die Bank top und meine Zweifel, dass das wirklich so schnell gehen kann, schwanden und schwanden. Im Mai waren der Trockenbau, Wasser, Strom und Bodenbelag so gut wie fertig, sogar der Verkaufsraum war bis auf die Möbel beinahe bezugsbereit. Obwohl jetzt immer noch ein paar Kleinigkeiten fehlen, konnten wir schon Anfang Juli mit Sack und Pack in unsere neuen vier Wände umziehen.

Neben viel mehr Platz, den wir auch dringend benötigt haben, gibt es jetzt auch einen großen Tasting Room, wo ihr alle unsere Destillate verkosten und kaufen könnt. Durch eine große Glasscheibe kann man direkt auf die Brennerei sehen und an unserem 5 Meter langen Tisch ist genug Platz für jeden, der uns besucht.

Sobald die Sommerhitze ein wenig von der Insel ablässt, werden wir auch eine gebührende Einweihungsfeier veranstalten. Den genauen Termin geben wir noch bekannt.

Apropos Hitze, unser Lieblingsdrink bei diesen Temperaturen ist eine Pomada Granizada. Eine geeiste Zitronen-Limonade mit Gin. Pomada ist ein Klassiker auf unserer Nachbarinsel Menorca, die geeiste Variante ist etwas aufwändiger in der Herstellung, lohnt sich aber. Man braucht nur einen ordentlichen Mixer.

Hier das Rezept für 4 Personen:

  • 30 cl ml Zitronensaft
  • 100 g feinster Zucker
  • 15 bis 20 große Eiswürfel 
  • 20 cl Gin Eva

Den Zitronensaft mit dem Zucker vermischen, bis sich letzterer völlig aufgelöst hat, dann die Eiswürfel zusammen mit dem Zitronensirup in den Mixer geben und auf höchster Stufe mixen bis eine feine slushiartige Konsistenz entstanden ist. Die Pomada Granizada in Cocktailgläser gießen und wer möchte, kann das Glas noch mit einer Zitronenscheibe oder einem Minzblatt garnieren.